PEUGEOT nutzt den E-T16 CONCEPT als technische Plattform zwischen Rallye-Historie und zukünftiger Elektromobilität. Der von PEUGEOT Sport mitentwickelte Kompaktwagen trägt drei elektrische Antriebseinheiten, die zusammen 600 kW bereitstellen sollen. Seine Drehmomentverteilung erfolgt über Torque Vectoring, während das 800-Volt-Bordnetz hohe Leistungsanforderungen unterstützt. Darüber hinaus kündigt die Studie Designtendenzen für den kommenden E-208 an. Da kein Serienmodell vorliegt, veröffentlicht der Hersteller bislang weder Verbrauchsdaten noch verbindliche Angaben für Käufer zum Marktstart.
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PEUGEOT E-T16 CONCEPT zählt mit 816 PS zur Markenspitze

PEUGEOT E-T16 CONCEPT: Eine Ikone neu erfunden (Foto: PEUGEOT)
Die Studie verbindet die Bezeichnung T16 mit einem batterieelektrischen Antriebskonzept. Vorbild ist der PEUGEOT 205 T16, der in den Jahren 1985 und 1986 den Rallye-Weltmeistertitel gewann. Der E-T16 CONCEPT entwickelt 600 kW beziehungsweise 816 PS und nimmt damit eine Spitzenposition in der Leistungsgeschichte von PEUGEOT ein. Über ihm steht ausschließlich der 208 T16 Pikes Peak, der 2013 beim internationalen Bergrennen in Colorado einen bis heute gültigen Rekord erzielte.
Vorder- und Hinterachse kombinieren 600 kW mit Torque Vectoring
Die Antriebskonfiguration setzt auf drei Elektromotoren, die gemeinsam eine Spitzenleistung von 600 kW liefern. Der vordere Motor übernimmt den Antrieb der Vorderachse, die zwei hinteren Maschinen wirken jeweils auf das Heck. Nach Herstellerangabe bleibt das Leistungsgewicht unter zwei Kilogramm je PS. Ein in Echtzeit arbeitendes Torque Vectoring verteilt das verfügbare Drehmoment variabel zwischen den Hinterrädern und den Achsen. Dadurch soll das Konzept hohe Traktion, kontrollierte Kurvenfahrt und spontane Reaktionen ermöglichen.
Konfigurierbare Fahrprogramme optimieren Drehmomentverteilung, Fahrwerk und Bremskraft für Kontrolle
Die Regelstrategie des Antriebs bietet drei vorgegebene Programme für verschiedene Fahrsituationen. Jedes Programm verändert die Leistungscharakteristik, die Momentenverteilung zwischen den Achsen und Rädern sowie die Dämpferabstimmung. Für den Einsatz auf besonders anspruchsvollen Strecken ist ein Track-Modus vorgesehen, der ohne fahrdynamische Einschränkung arbeitet. Ein zusätzlicher Modus kann konfiguriert werden. Die Bremsanlage besteht aus 380-Millimeter-Scheiben und einer hydraulischen, senkrecht eingebauten Rallye-Handbremse. Vorn kommen 275 Millimeter breite Michelin-Reifen zum Einsatz, hinten 315 Millimeter.
Side-Cooling sichert E-T16 Leistung über drei Nordschleifen-Runden hinweg

PEUGEOT E-T16 CONCEPT: Eine Ikone neu erfunden (Foto: PEUGEOT)
Für die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h gibt PEUGEOT beim E-T16 CONCEPT 2,5 Sekunden an. Der Vortrieb soll außerdem genügen, um 300 km/h nach 16 Sekunden zu erreichen. Das anspruchsvolle Temperaturfenster der Hochvoltbatterie wird durch Side-Cooling abgesichert. Diese motorsportnahe Lösung führt Wärme über die seitlichen Zellbereiche ab. Nach Herstellerangabe bleibt die Antriebsleistung im Performance-Modus für drei Umrundungen der Nürburgring-Nordschleife beziehungsweise mehr als 60 Kilometer verfügbar.
E-T16 lädt mit 800-Volt-Technik von zehn auf 80 Prozent
Die technische Auslegung des E-T16 CONCEPT zielt nicht ausschließlich auf kurze Sprintzeiten, sondern ebenso auf elektrische Langstreckeneigenschaften. Eine 85-kWh-Batterie wird über ein 800-Volt-Bordnetz eingebunden, das hohe Ladeleistungen unterstützen soll. Unter normierten WLTP-Bedingungen nennt PEUGEOT maximal 400 Kilometer Reichweite. Der Schnellladevorgang von zehn auf 80 Prozent soll weniger als eine Viertelstunde beanspruchen. Im realen Betrieb verändern insbesondere Temperatur, persönlicher Fahrstil, verfügbare Ladeinfrastruktur, Batteriekondition und die Konfiguration des Fahrzeugs diese Angaben spürbar.
Breite Karosserie und Aeroelemente definieren zukünftigen PEUGEOT E-208 Auftritt
Als gestalterischer Vorbote des nächsten E-208 präsentiert der E-T16 CONCEPT die Philosophie PEUGEOT Feline Future. Sie verbindet die charakteristische Drei-Krallen-Optik mit einer neuen horizontalen Ausrichtung der Leuchten. Ergänzt wird die Front durch ein leuchtendes Markenlogo. Die sehr breite Karosserie erhält plastisch geformte Radhäuser und funktionale Luftauslässe. Am Heck arbeiten Doppel-Diffusor, einstellbare Luftleitlamellen und ein großflächiger Flügel an der Balance zwischen visueller Kraft und aerodynamischer Bodenhaftung in schnell gefahrenen Kurven wirksam.
Ehemaliger Lufteinlass integriert Ladeanschluss und Türöffnung am Elektro-Konzept funktional
Farbgebung und Detaillierung des E-T16 CONCEPT verweisen gezielt auf den erfolgreichen Rallye-Vorgänger. Der matte Grauton Winchester Matte Grey, die silberfarben mikrogestrahlten Räder sowie deren farbige Einlagen nehmen typische Gestaltungselemente des 205 T16 auf. Eine rot beleuchtete Linie zeichnet den Karosserieverlauf nach. Der frühere Ansaugkanal vor dem Hinterrad übernimmt elektrische und mechanische Aufgaben. Das aufklappbare Heck ermöglicht den direkten Blick auf Hinterachsmotoren und Fahrwerkskomponenten in ihrer konstruktiven Einbaulage des Elektrofahrzeugs frei.
Panorama-Display verbindet Head-up-Ansicht und Touchscreen im neuen E-T16 Cockpit
Im E-T16 CONCEPT verlagert PEUGEOT wesentliche Anzeigen in das Hypersquare-Lenkrad. Die Steer-by-Wire-Technik entkoppelt die mechanische Lenksäule von der Lenkbetätigung und unterstützt die Bedieneinheit. Das Lenkraddisplay ist konfigurierbar und kann neben der Geschwindigkeit auch Zeiten auf der Rennstrecke darstellen. Als Informationsfläche dient ein 21-Zoll-Panorama-HD-Display, das Projektionen im Sichtfeld mit Touch-Funktionen kombiniert. Beim E-208 soll dieses Lenkradkonzept übernommen werden, allerdings erhält es aus Sicherheitsgründen einen Airbag anstelle eines eingebauten Displays.
Roter Überrollkäfig erinnert an die Tradition klassischer PEUGEOT-GTi-Modelle
Bei der Innenraumgestaltung steht die Verbindung von Leichtbau und Funktion im Vordergrund. Karbonfaser sorgt für eine sportliche Grundstruktur, eloxiertes Aluminium setzt robuste Details, und technisches Netzgewebe lockert die Oberflächen auf. Die Sitze sind als Karbonschalensitze ausgeführt und mit strapazierfähigem Gewebe sowie recyceltem Pelinova-Leder bezogen. Rot lackierte Elemente, darunter ein Streifen und der Überrollkäfig, zitieren bekannte GTi-Merkmale. Ein Fach unter dem aufklappbaren Heck nimmt zwei Helme bei Bedarf griffbereit untergebracht.
PEUGEOT nutzt den E-T16 CONCEPT als Versuchsträger für ein elektrisches Antriebskonzept mit ausgeprägtem Rennsportbezug. Die drei Motoren sollen nicht nur hohe Spitzenleistung bereitstellen, sondern durch intelligente Drehmomentsteuerung auch Traktion und Fahrstabilität verbessern. Entscheidend ist zudem die temperaturstabile Batterie, deren Kühltechnik wiederholte Belastungen ermöglichen soll. Mit 800 Volt verbindet die Studie Performance und kurze Ladezeiten. Ihr Exterieur sowie das Hypersquare-Cockpit markieren zugleich mögliche Elemente der nächsten E-208-Generation, ohne deren Serienumfang festzulegen.

